Cool bleiben, Cigaretten rauchen

Es geht hart zur Sache in der Hamburger Musik-Szene. Die Cigaretten flogen aus ihrem geliebten Probebunker und werden nun von Swutschers Leadsänger Sascha Utech gequält und erschossen. Splatter und Horror sind ja wieder en vogue und damit liegt der Clip der Cigaretten zur neuen Single "Stabiler Hate Song" im Trend.
Musikalisch machen die Cigaretten weiterhin keine Gefangenen. Kompromissloses Handwerk an Bass, Gitarre und Schlagzeug. Rock'n'Roll von seiner besten Seite. Krass bis die Trommelfelle qualmen. Facht die Glut an bis die Cigaretten brennen.

www.instagram.com/diecigaretten

Landesmeisterschaft Weltmusik

creole nrwDen Musikwettbewerb creole NRW wird es auch 2019 wieder geben. Gesucht werden Bands und Ensembles, die im Bereich populärer Musik spielen und diese Vielfalt mit ihrem besonderen Profil bereichern. Die Bewerbungsfrist endet am 10. Mai.

Unter allen Bewerbern wird eine Vorauswahl getroffen. Letztlich können 10 Bands dann die Endausscheidung spielen, die auch dieses Mal wieder im domicil in Dortmund stattfindet. Am 13. und 14. September 2019 treten die Bands im Showdown gegeneinander an und die beisten Besten erwartet ein Preisgeld.

Alle wichtigen Infos gint es unter www.creole-globale-musik-aus-nrw.de

Lennart Smidt Trio - Worldjazz in Pantoffeln

Dabei kann man wirklich nicht sagen, Lennart Smidt käme nicht aus den Puschen. Der studierte Jazzer aus Amsterdam ist viel unterwegs, macht unterwegs viel Musik, mal solo, mal mit Freunden und bastelt umtriebig an seiner musikalischen Agenda.
Seine beiden Mitstreiter im Lennart Smidt Trio kennt er aus gemeinsamen Tagen am Prins Claus Conservatorium in Groningen. Drummer Yusuf Ahmed brachte Lennart und Bassist Benson Itoe damals für sein Bachelor-Abschlusskonzert zusammen. Schnell fand man sich beim gemeinsamen Interesse für andere Einflüsse auf den Jazz zusammen, verlor sich nach den Abschlüssen aber zunächst aus den Augen.
Nach längerer Unterbrechung haben die drei ausgebildeten Jazzer den Faden wieder aufgenommen und entwickeln gemeinsame Stücke oft beim Spielen und Jammen. Da wird dann nicht ausufernd arrangiert, sondern direkt ausprobiert und aufgenommen. Spontaner Worldjazz auf hohem Niveau.

www.facebook.com/lennartsmidtmusic

 

 

Tora - Die Abweichler

Tora stellten wir euch vor fast zwei Jahren an dieser Stelle vor. Damals veröffentlichte die australische Band das erste Album "Take a rest". Seitdem waren Tora weltweit mit dem Album unterwegs und fanden überall Anhänger.
Die vier Jungs aus Byron Bay stellen jetzt einen neuen Track vor. "Deviate" zielt in die gleiche Richtung wie der bisherige Output und kombiniert Elektronik mit viel Gefühl. Tora hat lang an diesem Song gefeilt und Leadsänger Jo Loewenthal erklärt: "Wir führten das dynamische Spektrum dieses Songs zum Äußersten, da manche Augenblicke bis zum Rand mit Sounds gefüllt sind, während andere Augenblicke lediglich eine einzelne Schicht aufweisen." Der Track kommt daher sehr nachdenklich rüber, aber schließlich erinnert er uns auch daran, unsere Telefone mal einen guten Mann sein zu lassen und einfach miteinander zu reden.

www.toramusic.com.au

Ein Gebet, ein Gedicht - Jnr Williams

"A prayer" erscheint anfangs wie gewöhnlicher, rezenter R'n'B. Doch man merkt schnell, dass dieser Song nicht rasch produzierte Massenmusik ist, sondern ein Stück Seele. Also Soul in des Wortes reinster Bedeutung. Der in East London aufgewachsene Jnr Williams schafft es, mit seiner Stimme eine sehr intensive, eine sehr dichte Atmosphäre aufzubauen.
Der dazugehörige Videoclip verstärkt diesen Eindruck. Dort wird "A prayer" zu einem Stück moderner Gospelmusik. Schließlich haben Jnr Williams und Videoregisseur Iggy LDN das ursprüngliche Beziehungsdrama zu einem eindrücklichen Statement hinsichtlich der Vater-Sohn-Beziehung gemacht. "A prayer" ist der erste Stück der Debüt-EP von Jnr Williams, die voraussichtlich Ende des Monats erscheinen wird. Und obwohl Wlliams ganz am Anfang steht, konnte er seine anstehende, erste Headliner-Show in London komplett ausverkaufen. Das ist vielleicht die Rückkehr des Black British Soul. Da kommt also was!

www.instagram.com/jnrwilliams

Verrückter Buntspecht

Das ist ein auffallend guter Song, dieses "Unter den Masken". Ausgedacht haben sich diese Mischung aus Dreigroschenoper, Folk und Indie-Pop sechs Jungs aus Wien. Sie heißen Buntspecht und haben sich anscheinend vorgenommen, anders zu klingen als die tote Musik im Radio. Mit ungewöhnlicher Besetzung aus Klavier, Gitarre, (Kontra)Bass, Trompete, Cello, Saxophon und Schlagzeug erschaffen Buntspecht einen Klang, der ein echter Hinhörer ist. Dazu komponieren sie Texte, die der Belanglosigkeit die kalte Schulter zeigen.
Das ist frisch und macht heiß auf das neue, das zweite Album "Draußen im Kopf", das am 17. Mai kommt. Der Sound hat sich im Gegensatz zum Vorgänger noch einmal weiter entwickelt und "Unter den Masken" lässt vermuten, dass Buntspaecht noch lang nicht am Ende ist. Vermutlich demnächst bekannt wie ein bunter Hund.

www.facebook.com/buntspechtband