04/10 ELENA RUD im Helios 37, Köln

elena rud bandAngekündigt als punkiger Indie mit verdrehtem 80s-Flair wird die Münchner Band Elena Rud. Genau genommen gehören die vier Jungs mit Frontfrau aber zur ganz Neuen Deutschen Welle. Und das nicht nur, weil Elena Rud sich bereits an "Blaue Augen" von Ideal versucht hat. Die gelungene Coverversion dieses Klassikers deutscher Popmusik findet sich auf dem ersten Album der Band "Gemeinsam weinen", das im April erschienen ist.
Mit diesem Ding geht's jetz auf die erste Headliner Tour mit Stopp in Köln.

helios37.de
elenarud.com

Foto: Kid Velour

05/09 MARTIN KOHLSTEDT in der Zeche Carl, Essen

kohlstedt portrtMartin Kohlstedt spielt in Baden-Baden, Stockholm, Paris und Wien. Und in Essen im April. Allein das ist Grund genug, dieses Konzert nicht zu verpassen. Kohlstedt wird in der Ruhrgebietsmetropole sein Album "Feld" präsentieren, das 2023 erschien.
Darauf findet sich wieder Kohlstedts eigener Sound pianobasierter Elektronik. Auf dem vorletzten Album "Flur" von 2020 verließ sich der Mann nur auf sein Klavier. Mit "Feld" kehrt er zurück zur elektronischen Instrumentalmusik, die analoge und akustische Mindsets aus klassischem Klavier mit Ambient und Field Recordings zusammenführen. Kohlstedt Konzerte sind immer etwas Besonderes, weil die Improvisation und das Eingehen auf Publikum und Konzertsaal eine wichtige Rolle spielen. Insofern spielt es keine Rolle, dass derzeit kein aktuelles Album der Tour zugrunde liegt.
Wir legen euch das Konzert sehr ans Herz!

www.zechecarl.de
www.martinkohlstedt.com

Foto: J Konrad-Schmidt

28/08 LEA BERTUCCI und RASHAD BECKER im Loft, Köln

rM BertucciDie elektronische Mudik Rashad Beckers hört man nur selten. Der Berliner macht sich überwiegend rar, aber manche werden seinen Zyklus "Traditional music of notional species" kennen, der zwischen 2013 und 2016 erschien. Ein neues Album soll tatsächlich dieses Jahr kommen. Beckers Auftritte und eigene Veröffentlichungen sind rar, als spiele er nur, wenn er gerade Lust hat. Also: Die Chance in Köln nutzen.
Lea Bertucci (Foto rechts) beschäftigt sich in ihren Kompositionen mit akustischen Phänomenen. Als Performerin bearbeitet sie ein weites Feld, ihre Auftritte beinhalten sowohl die unmittelbare Praxis an Holzblasinstrumenten als auch ortsspezifische Installationen. 2018 gestaltete sie mit ihrem Stück Acoustic Shadows den Hohlraum der Deutzer Brücke für die Kölner Reihe Brückenmusik.

www.reihe-m.de
www.loftkoeln.de

Foto: Katherine Finkelstein

Ungeschminkt

Das tut gut. Wenn jemand einfach Siggi heißt, Krankenpfleger ist und Dorfbewohner. Alles aus Überzeugung. Wie seine Musik. Ganz unprätentiös. Keine dicke Hose. Musik aus dem normalen Leben für normale Leute. Keine Notwendigkeit, übertrieben lässig durch die Gegend zu promenieren.
Siggis kreativer Motor sind lauwarme Landnächte zwischen Lagerfeuer, Gitarre, Billigbier und Sportzigaretten. Die Belohnung für diese Ehrlichkeit ist ein Vertrag mit Grönemeyers Grönland Label und kürzlich der Support für den Herbert in Dresden und Berlin. Dort spielte der Siggi aus dem 400-Leute-Kaff vor 40.000.
Siggis dritte EP "Wovon träumst du eigentlich?" wird am 30. August erscheinen. Freut euch drauf und stellt jetzt schon das Dosenbier kalt.

 instagram.com/siggi_siggi_siggi

Wiedergeboren in Lagos

Ich habe die Ruffcats bereits bei vielen Gelegenheiten gehört. Trotzdem wusste ich nicht, dass diese Berliner Band eine astreine Afrobeatkapelle ist. The Ruffcats stellen das nun unter Beweis, mit dem Album, dass morgen bei Sonar Kollektiv erscheinen wird.
"Orile to Berlin" ist eine Zusammenarbeit mit dem in NIgeria geborenen Rapper Rapturous Apollo Helios oder kurz RAH. Das ist mitreißender Afrofunk, Afrorap, Afropop, Afrobeat. Schrille Orgeln, krasse Bläser, cooler Bass und Gitarrenhighlights mischen sich zu einem Sound, den ich vor 20 bis 30 Jahren absolut zielsicher in den Straßen zwischen Pazifik and The Shrine, mitten in Lagos,  verortet hätte.
RAH ist vor einigen Jahren von Lagos nach Berlin gekommen und hat The Ruffcats offensichtlich zu dieser Musik inspiriert. Oder konnten die das schon immer?
Ursachenforschung ist müßig, wenn das Resultat stimmt. "Orile to Berlin" ist ein Hammerding und wird im Herbst in Clubs deutschlandweit vorgeführt. Bisher stehen lediglich vier Termine, aber es besteht Hoffnung, dass weitere deutsche Städte und ihr in den Genuss dieses Sounds kommen werden.

www.ruffcats.de

 

Blue-eyed Pop

Nicola Rost hat schon eine Menge Erfolge gefeiert als wichtiger Teil der Berliner Band Laing. Top10-Singles, ausverkaufte Hallen, ESC. Das lässt sie nun hinter sich und kündigt  ihr Solodebüt an. Deswegen gibt's ab jetzt die zweite Single "Merkst du schon was?". Ein fluffiger Popsong mit einem schönen Sommergroove. Nicolas neue Songs sind tanzbar, haben aber manchmal auch den Charakter eines Chansons.
Dazu Nicolas Stimme mit Wiedererkennungswert. Das scheint eine Gewinner-Kombi zu sein. Und Nicola Rost verspricht: "Es wird noch schöner". Also aufpassen, wenn das Soloalbum Ende September bereit steht.

www.instagram.com/nicola_rost