17/03 DR. MOTTE im Planetarium, Bochum

dr motteDie Berliner Techno-Legende Dr. Motte kommt im März für ein exklusives DJ-Set ins Planetarium Bochum. Der DJ und Produzent zählt zu den wichtigsten Protagonisten der Ravekultur und war unter anderem Gründer der Love Parade. Motte präsentiert nun ein ruhiges, elektronisches DJ-Set unter der Sternenkuppel des Planetariums im Rahmen der Reihe „DJ&Space“. Schon seit Beginn seiner Karriere wagt der Berliner immer wieder Abstecher in ruhigere Klangsphären - gerne mit thematischem Bezug zum Weltall.

www.planetarium-bochum.de

Foto: Marie Staggert

22/02 LIAM X im Jungle Club, Köln

Im September 2017 veröffentlichte Liam X sein Debütalbum "Morphin". Das ist moderne Elektronik, die mit allen technischen Möglichkeiten spielt, aber immer genau weiß, wann gut ist. Abgespeckt, aber fett. Temperiert, aber heiß. Verschwommen, aber scharf!
Morphin ist das Album, auf das man lange gewartet hat, ohne es zu wissen. Ballast über Bord. Pop auf den Punkt.
Aber mit Anspruch. Sehr hörenswert ist das Stück "Herbst", das mit OK-Kid-Sänger Jonas Schubert aufgenommen wurde. Die Beiden warnen darin eindringlich, die neue Rechte in Deutschland nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Wehret den Anfängen!
Im Frühjahr stellt Liam X das Album unterwegs vor. Unbedingt hingehen in Köln!

www.jungle-club.de
www.liam-musik.de

o.k.kuper, Frau Lu, Unruh und unruhr

Huntlosen. Huntbegraben. Eine Scheune im Hinterland. Die alten Scheiben sind blind, Gott sei Dank nicht taub. Nicht gut reinzuschauen, doch wirklich: Man hört, was rauskommt.

Das Schlagzeug war mal Enzo Ferraris Metronom, der Typ links kramt in einem Schiffscontainer voller Gitarrenriffs und über die Abschaffung der Soli diskutiert hier niemand. Der Lange in der Mitte singt deutsche Lyrik. Mal geschmeidig wie Kaschmir, mal kratzbürstig wie dein Angora-Unterhemd an kalten Tagen. Und jetzt schreit der Bass: Los geht’s, Jungs!
Die Kollegen von o.k.kuper sind nicht exaltiert, sind unprätentiös. Kein Pathos, der dich ankotzt. Übers platte Land geht's eben nur geradeaus. Der Sound von Bass, Gitarren und Schlagzeug hat lange Wurzeln in der Rock- und Pophistorie, ist auch ohne digitale Spielereien auf der Höhe der Zeit. Geht das? Kann deutsche Musik dieser Tage hip sein, cool sein, Relevanz besitzen, ohne aus Berlin zu kommen? Berlin…ach Gottchen…hier und jetzt kommt Oldenburg!

Frau Lu ist die erste Single und macht Vorgeschmack auf das demnächst erscheinende Album.

www.facebook.com/okKuper

Herbstliche Entschleunigung - Pop Ambient 2018

Das Kompakt Label aus Köln setzt seine Pop Ambient Reihe fort. Ab sofort steht die 2018er Ausgabe zur Verfügung. Kurator Wolfgang Voigt hat wieder einmal eine Reihe handverlesener Tracks zusammengestellt, die einerseits alten Würdenträgern des Pop Ambient huldigen, aber auch Emporkömmlingen eine Chance geben.
Es stehen Beiträge von den Veteranen Max Würden und Thore Pfeiffer neben Tracks eines neuen Gesichts wie das des Japaners Yui Onodera, genauso wie Stücke eher genrefremder Künstler. Techno-Provokateur T.Raumschmiere steuert seinen Teil bei und auch der Mann an der Pedal Steel Guitar Chuck Johnson entwirft für Pop Ambient 2018 klangliche Räume.

Hallo Roberto, hallo Echo

Wenn ein Kölner Label einen Jungen aus Düsseldorf unter Vertrag nimmt, dann muss derjenige aber wirklich gut sein. Roberto Echo scheint's also drauf zu haben, wenn wir auch nicht verschweigen sollten, dass der junge Beatmaker ursprünglich aus Köln kommt.
Nun präsentiert Melting Pot Music also "Jamais vu", das Album von Roberto Echo, den niemand mit dem Reggae- und Dub-Recken Umberto Echo verwechseln sollte. Robertos Output liegt eindeutig im klassischen, sample-geprägten HipHop mit sehr viel Soul und Jazz. "Jamais vu" ist daher ein tiefenentpanntes, sehr feines, instrumentales Album geworden.
Wenn ihr dieses hört, arbeitet Roberto schon längst am zweiten Album, das konsequenterweise "Déjà vu" heißen wird.

www.soundcloud.com/robertoecho

Schlafanzug-Pop - Farewell Dear Ghost

"Neon nature" ist das zweite Album der östereichischen Indie-Popper Farewell Dear Ghost. Die Single "Pink noise" und das dazugehörige Video zelebrieren Haut und Haar und bequeme Bühnenoutfits.
Philipp Szalay und seinen Mitstreitern Alex Hackl, Andreas Födinger und Philipp Prückl sagt man Indiepop mit wohldosiertem Pathos nach, der auch die amerikanischen Kollegen von Nada Surf beeindruckte. So war Farewell Dear Ghost der Support für die US-Indierocker auf ihrer letztjährigen Europatour.
Das so schwierige zweite Album von den lieben Geistern, war für die Österreicher noch ein bisschen schwieriger. Vier Jahre vergingen seit dem Debüt und "Neon nature" ist ein wenig Neuerfindung der Band aufgrund vieler neuer Einflüsse wie beispielsweise einer China-Tour. "Neon nature" wurde daher ein facettenreiches Album und ist seit Oktober in den Regalen.

www.farewelldearghost.com